Logo Bürgerverein Schwarzenbek e. V.

Bürgerverein Schwarzenbek e. V.





Informationsveranstaltung am 21.01.2009

Auf Einladung des Bürgervereins fand am 21. Januar im großen Saal von Schröders Hotel eine Informationsveranstaltung zum Thema "A 21 und Umgehungsstraßen von Schwarzenbek und Geesthacht" statt. Der stellvertretende Leiter des Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, Herr Regierungsbaudirektor Klaus Scholler, konnte von uns als Referent begrüßt werden. Sehr anschaulich stellte er mit Unterstützung seines Mitarbeiters, Herrn Christian Hoffmann, per Bildershow die zukünftigen Planungen vor.

In dem mit gut 140 Personen gefüllten Saal wurden neben dem Schwarzenbeker Bürgervorsteher, dem Schwarzenbeker Bürgermeister, diversen Schwarzenbeker Politikern und Geschäftsleuten auch Bürgermeister und Politiker der umliegenden Gemeinden gesehen. Sowohl Herr Scholler als auch der Vorstand des Bürgervereins waren überrascht und auch erfreut über das große Interesse und die starke Beteiligung der Bürger.

Den gesamten Vortrag und die anschließende Diskussion hier aufzuführen ist schwierig, deshalb wollen wir uns auf Details beschränken:

Der Bau der A 21 von der A 24 über Schwarzenbek nach Geesthacht ist derzeit nicht im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan vorgesehen, sondern nur im "weiteren Bedarf". Es gibt lediglich einen Planungsgedanken, aber zur Zeit wurde vom Bund noch kein Planungsauftrag an das Land Schleswig-Holstein erteilt.

Derzeit gibt es Planungen, die B 404 zwischen Autobahn A1 und A 24 über eine Länge von ca. 20 Kilometern dreispurig (eine "Überholspur" in wechselnder Fahrtrichtung) auszubauen, es seien 4 Bauabschitte mit einem jeweiligen Volumen von 4 bis 5 Millionen Euro geplant. Ein weiterer Ausbau ab A 24 bis Schwarzenbek sei noch nicht in Aussicht.
Informativ und kompetent führte Herr Scholler durch die Veranstaltung.

(Foto mit freundlicher Genehmigung der LL)














Informativ und kompetent führte Herr Scholler durch die Veranstaltung.

(Foto mit freundlicher Genehmigung der LL)

Zur Nordumgehung von Schwarzenbek führte Herr Scholler aus, dass man voll im Terminplan sei und voraussichtlich im Herbst 2010 mit den Arbeiten begonnen wird. Planungsträger ist die Stadt Schwarzenbek. Der Bürgermeister, Herr Frank Ruppert, und der Bauamtsleiter, Herr Ralf Hinzmann, würden noch im Januar 2009 zu letzten Abstimmungsgesprächen zum Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Lübeck, fahren.

Die Gesamtkosten für den Straßenbau von der Kerntangente über die Möllner Straße bis zur Grabauer Straße (Gesamtlänge ca. 3 km) werden mit ca. 5,4 Millionen Euro veranschlagt. Die tägliche Verkehrsbelastung  (in 24 Stunden und  im Durchschnitt) wird auf 7500 bis 9900 Fahrzeuge geschätzt.
Auf dem Kartenausschnitt ist die "Nordumgehung" von Schwarzenbek gut erkennbar: Von der Kerntangente führt die Strasse nördlich vom Mühlenredder und südlich von Grove an die Möllner Straße, ostwärts vom Lupus-Park geht es dann zur Grabauer Straße ( Kreisstraße 17).

(Karte mit freundlicher Genehmigung vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, NL Lübeck)

Um die Straße dann weiter zur Bundesstraße 209 zu führen, müsste eine Querung (Brücke / Tunnel???) der Bahnstrecke Hamburg - Berlin realisiert werden.

In der dem Vortrag folgenden Diskussion bzw. Fragestunde wurde zur "Nordumgehung" erwähnt, dass eine Querung der Straße vom Mühlenkamp nach Grove zukünftig durch eine kleine Brücke möglich sei; die Spaziergänger und Jogger können somit weiterhin gefahrlos in der Feldmark unterwegs sein ...

Auf die Frage, ob auch eine westliche Umgehungsstraße um Schwarzenbek geplant sei, führte Herr Scholler aus, dass dafür derzeit kein Planungsauftrag bestehe.

Eine mögliche A 21 würde sicher nicht an die Kerntangente heran geführt, da eine mögliche Trasse westlich vorbei an Schwarzenbek zur Ortsumgehung Geesthacht  und weiter zur A 25 führen müsste.

Auf diesem Weg möchte sich der Vorstand des Bürgerverein Schwarzenbek e. V. noch einmal ganz herzlich bei Herrn Scholler und Herrn Hoffmann bedanken!