Die Arbeitsgruppe (AG) Feldstraße wurde vom Bürgerverein im Jahr 2003 ins Leben gerufen, als sich im Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der Bahnstrecke Berlin – Hamburg für Hochgeschwindigkeitszüge die ersatzlose Schließung des beschrankten Bahnüberganges in der Feldstraße abzeichnete.
Mit Blick auf die alternde Bevölkerung im Bereich Bismarckstraße sind der AG als Schwerpunkte einerseits die Suche nach einer behindertengerechten Querungslösung für Fußgänger und Radfahrer vorgegeben worden. Andererseits zählt die Überprüfung des Bahnlärms durch höhere Zuggeschwindigkeiten zu den übertragenen Aufgaben.

1. Die Bahnquerung
Vor der Schließung des Bahnüberganges sind durch die DB im Sommer 2001 in der Feldstraße Zählungen durchgeführt worden. Danach querten täglich neben 871 Kraftfahrzeugen 82 Fußgänger und 205 Radfahrer die Gleise.
Für diese rd. 300 Personen pro Tag ist von der AG nach machbaren Querungslösungen gesucht worden. Die naheliegende Lösung, einen Tunnel mit Rampen zu bauen, erwies sich wegen der örtlich moorigen Untergrundverhältnisse sowie der Störungen des laufenden Bahnbetriebes als zu kostspielig. Die entwickelte alternative Möglichkeit, eine Brücke mit Rampen für Behinderte und Radfahrer (s. Skizze), ist sowohl in der Feldstraße selbst als auch an anderer Stelle in der Nähe machbar.
Die Kosten dafür werden in der Größenordnung von 500.000 EUR geschätzt. Diese Geldmittel werden z.Zt. mit Hilfe von Institutionen des Landes im Rahmen des ländlichen Radwegebaus in Schleswig-Holstein, u.a. Kollow – Schwarzenbek, eingeworben.
2. Der Bahnlärm
Im gleichen Planstellungsverfahren von 2003 ist trotz eines Antrages betroffener Anlieger einem erweiterten Lärmschutz kein Raum gegeben worden, weil keine Fahrwegänderungen vorliegen. Damit die Auswirkungen der auf 200 bis 230 km/h erhöhten Zuggeschwindigkeiten auf die Anwohner benannt und mit der 2007 erwarteten EU-Richtlinie zum Eisenbahnlärm verglichen werden können, sind von der AG Feldstraße Schallmessungen in der Feldstraße und in der Brüggemannstraße im Sommer 2003 vor und im Sommer 2005 nach der Freigabe für diese neuen Geschwindigkeiten durchgeführt worden.
Das Ergebnis ist, dass die Güterzüge den höchsten äquivalenten Dauerschallpegel erzeugen.
Sie erreichen mehr als 70 dB(A) und überschreiten damit in der Nacht den max. zulässigen Grenzwert von 60 dB(A) und am Tag von max. 70 dB(A).
Außerdem ist deren Schallpegel infolge höherer Geschwindigkeiten 2005 mit mehr als 3 dB(A) nennenswert größer als 2003.
Dem folgen die IC- und ICE-Züge mit etwas geringerem Lärmpegel.
Die übrigen Personenzüge liegen wiederum darunter.
Wenn die angekündigte EU-Richtlinie zum Bahnlärm vorliegt, soll geprüft werden, welche Verbesserungen im Schallschutz von betroffenen Schwarzenbeker Bürgern eingefordert werden können.