Schwarzenbek, den 25.3.2004
Pressemitteilung vom Bürgerverein / AG Gymnasium
Die Diskussion über den Neubau eines Gymnasiums und die in den nächsten Jahren wahrscheinlich zu erwartete Schüleranzahl ist für den Bürgerverein Schwarzenbek e.V. Anlass, seine Besorgnis über die Verschuldung für unsere Stadt auszudrücken und gleichzeitig eigene Ideen beizusteuern.
Der Bürgerverein hat die Arbeitsgruppe (AG) Gymnasium gegründet.
Die erste Frage war, wo die genannte Anzahl von 12 fehlenden Klassenräumen kostengünstig und für die Schüler optimal platziert werden kann. Von den verschiedenen Möglichkeiten, die wir am bestehenden Standort gefunden haben, möchten wir zwei machbare Varianten vorstellen. (Siehe: Lageskizze)
Die Variante 1 bietet 12 Klassenräume für 24 bis 36 Schüler.
Als Standort dafür bieten sich die 2 Parkplätze vor der Realschule an. Die Räume würden an diesem Standort in Nord-Südrichtung beidseitig an einem Mittelgang liegen.
Ihre Fensterfronten weisen dann zur Berliner Straße und zum Realschulgebäude.
Durch Anhebung der Räume, bleibt zudem den Schülern der Realschule ein (öder) Blick aus dem Fenster auf eine Wand erspart. (Siehe: Erweiterunggrundriss)
Die Variante 2 bietet wegen des notwendigen Platzes für eine Feuerwehrdurchfahrt zwischen Realschule und Gymnasium nur 10 Klassenräume in 2 Stockwerken.
Diese Räume liegen entlang der Wände der großen Sporthalle des Gymnasiums auf deren Süd- und Westseite.
Vier der zehn Räume liegen an der Hallensüdseite und sind an zwei Seitengänge zwischen Hallenwand und Klassenraum angeschlossen. An das westliche Drittel der Gänge auf der Südseite der Sporthalle sind die Sanitärräume angeschlossen.
Der Charme dieser etwas kleineren Lösung liegt darin, dass die optische Ansicht der Gebäude nicht wie bei der Variante 1 verändert wird und die Schüler räumlich voll ins Gymnasium integriert sind, wie die angefügte Lageskizze zeigt.
Unter Kostengesichtspunkten sind diese beiden Varianten ebenfalls sehr attraktiv, wenn man diese mit denen für einen Gymnasium-Neubau genannten vergleicht.
Dies ergibt sich aus folgenden Fakten:
a. Die Grundstücke gehören bereits der Stadt und müssen nicht extra gekauft werden.
b. Die notwendigen Sporteinrichtungen und ein Schulhof sind bereits vorhanden und sofort nutzbar.
c. Die notwendige ergänzende Infrastruktur, wie u.a. Verwaltungs- und Laborräume, sind ebenfalls vorhanden.
Die zu bebauende Fläche misst für beide Varianten rd. 1350 m pro Ebene. Rechnet man die überbaute Fläche wegen des Gründungsaufwandes mit in die Kosten ein, sind insgesamt 4050 m2 in Ansatz zu bringen. Nimmt man jetzt optimistisch einen Baupreis von 1.500 €/m2 und pessimistisch von 1.800 €/m2 an, dann liegen die geschätzten Kosten für die Realisierung einer der beiden vorgestellten Varianten zwischen 6.100.000 € und 7.300.000 € Brutto.
Das bedeutet gegenüber dem angedachten Neubau eines Gymnasiums eine Bruttoersparnis von insgesamt rd. 17 Millionen €.
Zusammengefaßt dürfen wir aus der vorstehenden Betrachtung feststellen, dass die 12 Klassenräume entgegen anderslautenden Aussagen auf den vorhandenen Schulgrundstücken Platz finden.
Außerdem lassen sich diese Räume zu maximal einem Drittel des Bruttopreises eines alternativ zu bauenden neuen Gymnasiums herstellen.