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Polizeiarbeit & Prävention - Teil 1

Am Donnerstag, den 8. April, haben auf Einladung des Bürgervereins der Leiter der Polizeizentralstation Schwarzenbek, Herr Polizeihauptkommissar Ernst Jenner, und der Leiter der Geesthachter Kriminalpolizei, Herr Jürgen Alfke, zum Thema Sicherheit in Schwarzenbek referiert.

Herr Jenner erläuterte zunächst die Struktur der örtlichen Polizei. Die Zuständigkeit erstreckt sich über die Stadt Schwarzenbek und 27 Umlandgemeinden mit einer Fläche von 25.656 ha und ca. 35.300 Einwohnern. Die tägliche Polizeiarbeit vor Ort leisten zurzeit 31 Beamte und Beamtinnen – leider nicht 31 Personen rund um die Uhr; die Anzahl teilt sich dann noch in 2 Schichten, verschiedene Funktionen und auch auf die vier Dienststellen: Polizei-Zentralstation in Schwarzenbek, Polizeistation Schwarzenbek-Land, Polizeistation Dassendorf, Polizeistation Aumühle auf. Vor Ort in Schwarzenbek stehen 4 Dienst-KFZ bereit.
Kriminalstatistik nur für die Stadt Schwarzenbek:

2008: 1598 Fälle
2009: 1424 Fälle,
Aufklärungsquote 2009: 48,9 %

Die Fälle gliedern sich in

623 Diebstähle, 136 Körperverletzungen, 123 Betrugsfälle, 79 Rauschgiftdelikte, 16 Raubüberfälle und 4 Vergewaltigungen.

Dazu kommen noch über 700 Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr (Alkohol, Drogen, Manipulation an Fahrzeugen usw.). In den Jahren 2005 bis 2007 waren die Zahlen wesentlich höher. Verantwortlich war hierfür eine Tätergruppe aus dem Hamburger Umland, mit Schwerpunkt Kfz-Delikte. Jetzt sind diese Delikte rückläufig.

Herr Alfke erläuterte die Drogenbekämpfung im Stadtgebiet; hier sei vorrangig auf die Dealer zu achten. Hier sei die wichtigste Aufgabe, Strukturen zu erkennen und zu zerstören, bevor sie sich gefestigt haben ...

Herr Jenner erklärte, dass normalerweise „seine“ Polizei-Zentralstation werktags in der Zeit von 7:00 bis 19:00 Uhr (Samstags von 7:00 bis 13:00 Uhr) besetzt sein soll, jeder Bürger habe in dieser Zeit Gelegenheit, persönliche Gespräche zu führen, Informationen zu erfragen oder Anzeigen zu erstatten. Großeinsätze in den genannten Zeiten sorgen eventuell für verschlossene Türen. Telefonisch ist die Station normalerweise unter 041 51 / 88 94 – 0 erreichbar.
Für Notrufe sollte aber grundsätzlich der bekannte Polizei-Notruf 110 gewählt werden!

Auf dem Foto von links: Herr Alfke, Frau Stimper, Herr Jenner

Die Einsatzleitstelle, die über Notruf 110 angerufen wird, kann dann per Funk die nötigen Polizeikräfte – auch aus anderen Regionen sowie der „Autobahnpolizei“ - koordinieren und gezielt einsetzen. Herr Jenner wies noch einmal darauf hin, dass man als freundlicher und aufmerksamer Nachbar, Spaziergänger oder auch Autofahrer Straftaten oder auch „Merkwürdigkeiten“ über den Notruf 110 melden sollte. Denn nur so könne die Polizei schnell reagieren. Herr Jenner appellierte: „Jede Meldung von Auffälligkeiten unterstützt die Polizeiarbeit!“ Herr Alfke und Herr Jenner gingen recht detailliert auf die Fragen der Anwesenden ein und erläuterten sehr informativ und kurzweilig den Polizeialltag.
Im Anschluss stellten dann Frau Petra Michalski, Gleichstellungs-beauftragte unserer Stadt, und Herr Polizeihauptkommissar Andreas Appel das „BLACK TOWN STAGE PROJEKT“ vor. Kurz umrissen kann es wie folgt beschrieben werden:


Auf dem Foto: Herr Appel und Frau Michalski

Jugendliche unserer Stadt sollten schauspielerisch lernen, dass körperliche und seelische Gewalt nicht zum Ziel führen. Mit professioneller Unter-stützung durch Tanzlehrer(innen), Kraftsportler und Pädagogen schrieben, gestalteten und schauspielerten die Jugendlichen ihr eigenes Theaterstück. Sie „opferten“ eine komplette Ferienwoche, um hart an diesem Theaterstück zu arbeiten.

Ein Technikteam hat unter Anleitung eines Profis alle Übungsszenen, die Vorbereitungen und natürlich auch das Theaterstück gefilmt und diese Filmaufnahmen aufbereitet. Eine tolle Erfahrung und sicher auch eine prima Erinnerung an eine kraftraubende, aber begeisternde Woche ...

Dank einiger Sponsoren konnte eine öffentliche Aufführung im fast voll besetzten Rathaussaal realisiert werden. Auch unser Bürgerverein hatte während der oben genannten Informationsveranstaltung die Anwesenden um Spenden gebeten; die Spenden wurden dann durch den Vorstand noch aufgestockt. Ute Stimper konnte einen Scheck über 250,- Euro zur Förderung des Projektes an Frau Michalski überreichen!

Einige Bürgervereinsmitglieder haben sich die Vorstellung angesehen, einhellig wurde die gelungene Aufführung gelobt! Die Jugendliche haben in der doch recht kurzen Zeit viel Arbeit geleistet und dank der professionellen Unterstützung das Gelernte toll umgesetzt!!!

Warten wir also auf das nächste Projekt für unsere Schwarzenbeker Jugendlichen!
Hier mehr vom BLACKTOWN STAGE PROJEKT! Unter VIDEO-CLIPS und dort unter BTSP Aufführung noch einmal die komplette Aufführung, aber auch die anderen Clips sind sehenswert!